Evers-Meyer: Pflege-Mindestlohn war überfällig
16. Juli 2010
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Als "überfällig" hat Karin Evers-Meyer die Einführung eines Pflege-Mindestlohns ab 1.8.2010 bezeichnet.
Evers-Meyer: Mindestlohn im Pflegebereich war überfällig
Abgeordnete kritisiert Kürzungen bei Umschulungen
Die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer hat die Einführung eines Mindestlohns in der Pflegebranche begrüßt. Ab 1. August 2010 wird es in den alten Bundesländern im Pflegebereich einen Mindestlohn von 8,50 Euro geben. In den neuen Bundesländern wird die Lohnuntergrenze bei 7,50 Euro liegen. Bis 2013 sollen die Mindestlöhne in der Pflege auf neun bzw. acht Euro steigen.
„Der Mindestlohn in der Pflege war überfällig. Wichtig ist, dass auch ausländische Anbieter davon betroffen sind. Damit ist ein Lohndumping in diesem Bereich ausgeschlossen“, sagte Evers-Meyer. Allerdings kritisierte die Abgeordnete, dass die Bundesregierung in der vergangenen Woche die Fördermittel für Umschulungsmaßnahmen zum Altenpfleger gestrichen hat. „Der Pflegebereich wird in den kommenden Jahren immer wichtiger werden, schon heute gibt es dort einen Fachkräftemangel. Die Bundesregierung gibt mit dieser Kürzung ein falsches Signal“, so Evers-Meyer.
In Deutschland arbeiten etwa 800.000 Menschen der Pflegebranche. Der Pflege-Mindestlohn bezieht sich auf alle Beschäftigten in der so genannten Grundpflege, wozu das Waschen und Anziehen von Patienten oder das Zubereiten von Essen und Füttern fallen. In der Grundpflege sind rund 560.000 Menschen beschäftigt. Keinen Mindestlohn gibt es für Haushaltshilfen, Auszubildende, Praktikanten und die Betreuer von Demenzkranken.
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