Evers-Meyer fordert klare Ziele für Afghanistan-Einsatz
28. Januar 2010
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Karin Evers-Meyer fordert von der Bundesregierung, klare Ziele für den deutschen Afghanistan.Einsatz zu formulieren. Nur so sei eine Überprüfung des deutschen Engagements möglich.
Afghanistan-Einsatz: Evers-Meyer fordert realistische Ziele von der Bundesregierung
„Es war überfällig, dass sich die Kanzlerin zum Strategiewechsel in Afghanistan bekannt hat. Nach acht Jahren Einsatz am Hindukusch brauchen wir eine Abzugsperspektive für die Bundeswehr, verbunden mit mehr Engagement beim Aufbau der afghanischen Polizei und der Zivilgesellschaft“, sagte Evers-Meyer. Angela Merkel müsse aber endlich konkrete Ziele und Zeithorizonte benennen.
„Wir wollen wissen, wann der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan beginnt. Wir wollen wissen, wofür und wie lange 850 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten nach Afghanistan geschickt werden. Und wir fordern die Regierung auf, Richtlinien zu benennen, an denen wir bemessen können, ob unser Einsatz in Afghanistan erfolgreich war“, so Evers-Meyer. Außerdem sei auch zu klären, welche Gefahren auf die Bundeswehrkräfte aufgrund der neuen Strategie zukämen. „Wenn die Kanzlerin von ‚Partnering‘ als neuem Konzept für die Ausbildung der afghanischen Armee spricht, muss sie auch sagen, welche Form diese Zusammenarbeit konkret annehmen soll. Sollen unsere Soldatinnen und Soldaten die afghanische Armee bei laufenden Operationen ausbilden? Sollen sie gemeinsam mit den afghanischen Einheiten kämpfen und damit auch das Risiko deutlich höherer Verluste tragen? Es sind solche Fragen, die die Kanzlerin noch beantworten muss“, so Evers-Meyer.
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